Dienstag, 14. Juni 2011

Unwort der letzten Monate

Seit geraumer Zeit erfreut sich ein Fremdwort großer Beliebtheit. Es geistert durch alle Medien, ob Radio, Fernsehen, Internet oder Zeitung. Ich kann leider nicht definitiv sagen, woran es liegt, aber es liegt definitiv nicht daran, dass es ein neues Wort ist. Gut, das Alter eines Wortes lässt sich schwer erforschen, aber es ist definitiv schon älter. Vielleicht liegt es an der Definition. Allerdings stelle ich definitiv fest, dass „definitiv“ definitiv oft benutzt wird. Egal ist dabei auch die schulische Bildung, ob Hauptschüler, Professor, Gastwirt, Lehrer, Sekretärin, Hartz-IV-Empfänger, jeder hat definitiv was zu sagen. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Wort definitiv ultimativ einsetzbar ist, dabei gibt es da doch so schöne Synonyme. Man möge einfach nur mal hier schauen.

Und hier noch etwas aus der Rubrik „Unnützes Wissen“, denn für das Substantiv „Synonym“ gibt es kein Synonym, man kann es lediglich mit einem Adjektiv umschreiben, wie „bedeutungsgleich“.

Montag, 13. Juni 2011

Wer weiß was?

Am Wochenende auf dem Flachsmarkt rund um Burg Linn (sehr schöner Handwerkermarkt und schöne Kulisse) ist mir zum wiederholten Male ein Schild des Pianisten Reiner Weiss aufgefallen. Reiner Weiss hat leider kein reines Wissen, denn sonst wüsste er, dass man den Genitiv seines Namens nicht so schreibt:



Für alle andern Verunsicherten hätte ich hier mal die Regel:


Samstag, 23. April 2011

Zum Welttag des Buches

Mein Deutschlehrer hat früher immer gesagt, man sollte drei Bücher im Regal haben und selbstverständlich auch gelesen: Karl Marx, Karl May und die Bibel. Nun muss ich zugeben, dass ich lediglich Letzteres in meinem Bücherregal habe, aber noch ein paar andere wichtige und auch weniger wichtige Bücher.

Am heutigen „Welttag des Buches“ habe ich mir mal wieder Gedanken gemacht, um DAS Bildungsmedium schlechthin. In Zeiten von E-Books ist das klassische Buch (noch) nicht verdrängt. Genauso wie es „richtige“ Buchläden gibt, obwohl man übers Internet so ziemlich alles bestellen kann, wird es hoffentlich nur eine Randerscheinung oder Ergänzung bleiben.

Denn wo kämen wir denn da hin, wenn der Germanistik-Professor interviewt wird und im Hintergrund ist nicht mehr das gut gefüllte Bücherregal zu finden. Was sollten die Buchhändler denn anstelle der Bücher in die Regale stellen: Kaffee, Gartengeräte, Joggingausrüstung, Bekleidung…?

Wie toll riecht doch ein Buch, wenn es schon alt ist, ein fantastischer Geruch, der eine Geschichte erzählt…Welch Genugtuung, wenn man behaupten kann: „Ja, die habe ich ALLE gelesen!“ Eine gute Freundin hat immer gesagt, dass Bücher wie Trophäen sind, die man sich ins Regal stellt. Und irgendwie so ist es doch auch, egal ob es nun Karl Marx, Karl May oder die Bibel ist.

Montag, 21. Februar 2011

Von Klömbjes und Diab-Ethikern - Fortsetzung

Heute hat mir die Dame vom Qualitätsmanagement geschrieben. Dem Bestechungsversuch (Klömbjes für mich!) bin ich nachgekommen. Selbstverständlich wollen sie den Fehler beheben, dann warten wir mal ab. Ach man, ich bin ja so käuflich, aber ist das nicht jeder, oder arbeiten die meisten Menschen ohne Entlohnung? Hab ich da was nicht mitbekommen...?

Samstag, 19. Februar 2011

Von Klömbjes und Diab-Ethikern

Obwohl in Apotheken eigentlich keine Präsente mehr verteilt werden dürfen, jedenfalls keine, die nicht zum Medikament passen, das man gerade käuflich erworben hat, kommt es doch immer wieder vor, dass man zu den Herztabletten Hustenbonbons bekommt. So kürzlich in einer Apotheke geschehen.

Heute kommt vieles von der friesischen Promi-Insel (Sylter Salatfrische, Aufkleber, die Porsche-Polonäse…) so auch die „Echt Sylter Brisen-Klömbjes, zuckerfreie Hustenbonbons“. Dieses fantastische Erzeugnis gibt es auf Sylt angeblich überall. Erstaunlich auch, dass dort offensichtlich viele Philosophen wohnen, leider ist mir die Spezies der Diabethiker noch nicht über den Weg gelaufen. Ich kenne Vernunftethiker, Sozialethiker, Tugendethiker, Bioethiker, Tierethiker…Meine "ernsthaften" Recherchen haben ergeben, dass es einen ägyptischen Sänger-Superstar mit Namen "Diab" gibt, einen Zusammenhang zweifle ich aber stark an!


Eine Mail an die Firma ist bisher unbeantwortet geblieben, wahrscheinlich müssen die zuständigen Firmenethiker noch in sich gehen und ausdiskutieren, ob und wie der vermeintliche Fehler entstanden ist und ob und wie man ihn behebt.

Donnerstag, 18. November 2010

„Nun sag, wie hast du’s mit der Philosophie?“ - Zum Tag der Philosophie

Was gibt es nicht alles für Gedenk- und Aktionstage, den Welttoilettentag, den Tag des deutschen Butterbrots, den Tag des Handtuchs…Manche mit mehr oder weniger ernstem Hintergrund. Doch kann es im Grunde nur zwei „wichtige“ Tage geben, den Welttag der Poesie und den Tag der Philosophie.

Warum braucht man einen Tag der Philosophie, einen (echten) Tag der Religion(en) gibt es auch nicht.

Was ist Philosophie überhaupt:

Die Philosophie umfasst alle Lebensbereiche und Fragen der Menschheit, das macht sie so interessant, im Folgenden will ich ein paar aufzählen:

Metaphysik (Der Name entstand dadurch, dass hinter Aristoteles Schriften zur Physik, diese Schriften geordnet wurden, [eben „meta“ altgr. für „nach“]):

Was ist das Sein? Was ist die Ursache von etwas? Worin besteht der Sinn?

Heute fand „zufällig“ ein Vortrag zum Thema „Sinn des Lebens“ statt. Das philosophische Seminar hatte Prof. Dr. Christian Thies geladen.

Leider konnte er eine wirklich befriedigende Antwort nicht geben, aber so ist das immer in der Philosophie, mehr Fragen als Antworten.

Er formuliert einige gängige Antworten und widerlegt sie:

  1. Gott gibt unserem Leben einen Sinn. -> Theodizee-Problem
  2. Wir können den Sinn des Lebens in der Natur entdecken -> setzt voraus, dass alles in der Natur einem Zweck unterworfen ist
  3. Die Geschichte wird den Sinn des Lebens offenbaren. ->wie lange soll man da warten, kann man ihn als einzelner Mensch dann überhaupt erkennen?
  4. Der Sinn des Lebens ist es, glücklich zu sein. -> Verschiedene Glücksvorstellungen
  5. Wir können unserem Leben einen Sinn geben. -> Wir können gar nicht alles selbst machen können, siehe Geburt, Partner finden, das waren eher passive Dinge, die uns gegeben wurden, warum sollten wir dann so etwas Großes wie einen Sinn uns selbst geben können

Viel Spaß beim drüber Nachdenken.

Logik

Ein klassisches Beispiel für logische Schlussfolgerungen

  1. Prämisse: Alle Menschen sind sterblich. [wahr]
  2. Prämisse: Sokrates ist ein Mensch. [wahr]

Konklusion: Sokrates ist sterblich.[wahr]

Die Prämissen sind wahr und die Konklusion ist richtig!

Schwierig wird es erst bei:

  1. Prämisse: Alle Menschen sind Säugetiere. [wahr] .
  2. Prämisse: Einige Säugetiere sind Wale. [wahr]

Konklusion: Einige Menschen sind Wale. [falsch]

Die zweite Prämisse sagt nichts über alle aus.

Ethik

Ein Teil der praktischen Philosophie und wohl der populärste, in Zeiten von Stammzellenforschung.

Der Philosoph Immanuel Kant, formulierte eine Frage dazu: Was darf ich tun?

Und gab auch gleichzeitig eine der bekanntesten und berühmtesten Antworten:

Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetz werden sollte.

Etwas weltlicher könnte man es so formulieren:

„Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ Auch bekannt als „Goldene Regel“.

Allerdings ergibt sich ein aus oben genanntem Kategorischen Imperativ ein Problem, denn die „Lüge gegen einen Mörder, der uns fragte, ob unser von ihm verfolgter Freund sich nicht in unser Haus geflüchtet, wäre ein Verbrechen.“ Das widerstrebt doch dem gesunden Menschenverstand.

Religionsphilosophie

Ja, Religion und Philosophie schließen sich nicht aus! Ganz im Gegenteil.

Die Schöpfungslehre ist immer wieder ein philosophisches Thema.

Die griechischen Philosophen hatten allerdings ein Problem mit der Vorstellung, dass etwas aus dem Nichts geschaffen werden könne, durchaus nachvollziehbar auch heute noch.

Und was hat Gott getan, bevor er Himmel und Erde erschaffen hat? Der christliche Kirchenlehrer Augustinus soll darauf geantwortet haben:

„Die Hölle heiß gemacht für die, die ihre Nase in göttliche Geheimnisse stecken.“

Augustinus’ Erkenntnis war, dass Gott ewig und außerhalb der Zeit ist. Für die Menschen fing die Zeit aber erst mit der Schöpfung an, daher befindet sich Gott in einer immerwährenden Gegenwart. Nur die Gegenwart ist wahrhaftig, die Vergangenheit existiert nur als gegenwärtige Erinnerung und die Zukunft als gegenwärtige Erwartung.

Zu

Erkenntnistheorie

Existenzphilosophie

Sprachphilosophie

Anthropologie

Relativismus


Komme ich vielleicht später mal...

Mittwoch, 19. Mai 2010

Einmailen - jetzt aber Schluss!!

Ich hab lange nichts mehr von mir hören lassen, aber irgendwie ist mir nichts so vor die Linsen gekommen und nur irgendwas wollte ich auch nicht schreiben. Nun ist heute wieder der Tag gekommen, an dem ich mich zu Wort melde. Die anglizistischen Stilblüten werden ja immer bunter getrieben. Jedoch werden die vorwiegend englischen Begriffe nach deutschen grammatischen Regeln gebraucht. (z.B.: "I can download this song - Ich kann das Lied downloaden"). Heute wurde mir ein elektronischer Brief in mein virtuelles Postfach gesendet. Ein Feinkostgeschäft wirbt darin für sein Gewinnspiel. Am Ende befindet sich das Kleingedruckte, das auch so überschrieben ist und keinesfalls kleingedruckt ist, aber das ist eine andere Geschichte. Witzig sollte wohl die Formulierung "Einmailschluss" sein.


"To mail" heißt ja bereits "senden", egal auf welchem Weg, außerdem käme jetzt wohl niemand auf die Idee, die Adresse des Unternehmens herauszusuchen und dann eine Postkarte zu schicken.
In diesem Sinne "Auf Wiedersehen" - oder genauer "Auf Wiederlesen".

Sonntag, 21. März 2010

Zum Welttag der Poesie

Der 21. März ist der Welttag der Poesie und wie in letztem Jahr möchte ich zwei Gedichte vorstellen.
Das erste passt zum Frühlingsanfang und über das zweite könnt Ihr Euch Eure eigenen Gedanken machen:

Vorzug des Frühlings (Johann Klaj)

Im Lenzen, da glänzen die blümigen Auen
Die Auen, die bauen die perlenen Tauen,
Die Nymphen in Sümpfen ihr Antlitz beschauen,
Es schmilzt der Schnee,
Man segelt zur See,
Bricht güldenen Klee.
Die Erlen den Schmerlen den Schatten versüßen,
Sie streichen, sie laichen in blaulichten Flüssen,
Die Angel aus Mangel und Reißen beküssen,
Die Lerche, die singt,
Das Haberrohr klingt,
Die Schäferin springt.
Die Hirten in Hürden begehen den Maien,
Man zieret und führet den singenden Reien,
Die Reien, die schreien um neues Gedeihen,
Die Herde, die schellt,
D
er Rüde, der bellt,
Das Euter, das schwellt.

Monolog des verrückten Mastodons (Paul Scheerbart)

Zépke! Zépke!
Mekkimápsi – muschibróps.
Okosôni! Mamimûne …….
Epakróllu róndima sêka, inti …. windi …. nakki; pakki salône hepperéppe – hepperéppe!!
Lakku – Zakku – Wakku – Quakku — muschibróps.
Mamimûne – lesebesebîmbera – roxróx – roxróx!!!
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Quilliwaûke?
Lesebesebîmbera – surû – huhû